16.06.2008, 12:35 Uhr
Jan Koller spielt nicht mehr für Tschechien. (Foto: imago)Jan Koller wird nicht mehr für sein Land stürmen. Nach dem Vorrunden-Aus hat der Profi vom 1.FC Nürnberg erwartungsgemäß seinen Rücktritt aus der tschechischen Nationalmannschaft erklärt. "Das war mein letztes Länderspiel", sagte der 2,02 m große Angreifer nach der 2:3 (1:0)-Niederlage gegen die Türkei. Koller, der in Nürnberg noch einen Vertrag bis 2010 besitzt, hatte am 9. Februar 1999 beim 1:0 gegen Belgien sein Debüt gegeben. Club-Teamkollege Tomas Galasek wird seine Nationalmannschaftskarriere ebenfalls beenden. Offen ist noch die Zukunft von Marek Jankulovsky.
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Auch für Karel Brückner war die Niederlage gegen die Türken gleichbedeutend mit seinem letzten Auftritt als Trainer der Nationalmannschaft. Mit dem K.o. in letzter Minute ging seine Ära nach sechseinhalb Jahren zu Ende. Besonders die tragische Art und Weise seines Abtritts beschäftigt den Erfolgscoach nachhaltig: "Diese Niederlage wird mir noch viele Nächte den Schlaf rauben."
Spieler im Porträt Jan Koller und Tomas Galasek
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Brückner steuerte in seiner Amtszeit die Nationalelf zwar zurück in die Weltspitze und zu einer WM-Teilnahme sowie zwei EM-Endrunden, ein Titel aber sprang nicht heraus. Wie etwa 2004, als die Mannschaft in der Rolle des großen EM-Favoriten im Halbfinale am späteren Sieger Griechenland scheiterte.
So steht dem tschechischen Fußball ein großer Umbruch ins Haus. Doch gerade hinsichtlich der Trainerfrage befindet sich der Verband in einem Dilemma. Aussichtsreicher Kandidat auf Brückners Nachfolge ist nun dessen Assistent Petr Rada. Der frühere Bundesligaprofi von Fortuna Düsseldorf, eigentlich nur vierte oder fünfte Wahl, könnte als großer Gewinner aus den Machtspielen im Verband herausgehen.
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Auseinanderfallen wird die aktuelle Mannschaft wohl nicht. Große Hoffnungen ruhen zudem auf den derzeit verletzten Spielmacher Tomas Rosicky vom FC Arsenal, der diesmal vergeblich Motivationshilfe vor Ort betrieb. Auch Kapitän Tomas Ujfalusi will eine tragende Säule bleiben - bei aller Fassungslosigkeit: "Eine Mannschaft, wie wir sie haben, darf so ein Spiel einfach nicht verlieren."
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Quelle: sid , t-online.de
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