12.10.2011, 06:48 Uhr
Joachim Löw denkt bereits an Übermorgen. (Foto: imago)
Aus Düsseldorf berichten Patrick Brandenburg und Marc L. Merten
Als der Rekord für die Ewigkeit mit dem 3:1 über Belgien eingefahren war, reichte Joachim Löw die Meriten direkt an die Mannschaft weiter. Wie es sich für einen Bundestrainer gehört. "Zehn Spiele, zehn Siege: Alle beteiligten Spieler wird man noch in vielen Jahren damit in Verbindung bringen.“
Über den eigenen Anteil des grandiosen Durchmarschs zum Turnier 2012 verlor der 51-Jährige kein Wort. Lieber versuchte er, die perfekte EM-Qualifikation für sein Team zu instrumentalisieren. "Es war wichtig, dass wir das Finish durchziehen, auch als Botschaft an die Konkurrenz." Und weiter: "Siege schaffen Respekt. Manch ein Gegner wird nun reservierter gegen uns auftreten.“
Özil, Schürrle und Gomez machen die Qualifikation perfekt. zum Video
Das ist einer der Vorzüge des Bundestrainers: Das große Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn über allem steht das Ziel Titelgewinn, nachdem Löw mit seinem Team bei der EM 2008 und der WM 2010 zwei Mal knapp gescheitert war. Daher warnt er auch davor, nun alle Gedanken allzu einseitig auf den Vergleich mit dem aktuellen Welt- und Europameister Spanien auszurichten. Auf ein Duell, das es nicht zwangsläufig geben muss im Turnierverlauf. "Um Gottes Willen, es werden auch noch andere Mannschaften ein gewichtiges Wort um den Titel mitreden: England. Frankreich. Holland!", fleht der Bundestrainer förmlich um etwas breitere Aufmerksamkeit.
Wer auch immer sich dem DFB-Team in den Weg stellt - die Mannschaft wird dank Löw gut gerüstet sein wie nie. Technisch und taktisch auf Topniveau sowie mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen ausgestattet wird Deutschland zum Turnier in Polen und der Ukraine reisen. In den fünf Testspielen vorher ist sogar noch Zeit für die Feinabstimmung oder letzte ungeklärte Fragen, etwa in der Abwehr. Bis auf zwei, drei Positionen steht die Startelf längst. Und weil fast überall annähernd gleichwertiger Ersatz für den Notfall oder zum Probieren bereitsteht, traut sich der Bundestrainer sogar, den Begriff Stammspieler in die Fußball-Geschichtsbücher zu verbannen.
Löw hat aus seinen Fehlern der EM 2008 gelernt und das Leistungsprinzip nun wirklich durchgesetzt. Es wird 2012 keinen Christoph Metzelder mehr geben, der trotz Rückstands in die Mannschaft rutscht. Löw vertraut alten Helden wie Lukas Podolski auch weiterhin, aber längst nicht mehr bedingungslos.
Das liegt natürlich auch daran, dass aus der Bundesliga so viele großartige Youngster nachrücken und der Bundestrainer aus einem unglaublichen Talentpool schöpfen kann. Gegen Belgien lag der Altersschnitt nach der Einwechslung des Debütanten Ilkay Gündogan unter 24 Jahren. Damit kommt Löw seinem Ziel immer näher, eine junge, leistungsfähige Mannschaft auf den Platz zu schicken, die seine Art von Power-Fußball auch wirkungsvoll umsetzt, die er so beschreibt: "Wir können schnell, zielstrebig und offensiv spielen.“ Wer diese passenden Worte nicht einordnen kann, muss sich nur daran erinnern, mit welchen Attributen der deutsche Fußball noch vor einigen Jahren ausgestattet wurde.
Vor allem gilt heute auch Löws Erkenntnis: "Deutschland ist stark und hungrig und lässt nicht nach.“ Im Gegensatz zur EM-Qualifikation 2008, als die DFB-Elf ebenfalls vorzeitig durch war, aber im Finish böse mit 0:3 gegen Tschechien ausrutschte, hat die Mannschaft nun offenbar das Credo ihres Chefs verinnerlicht, die Konzentration auch bis zuletzt auf höchstem Niveau zu halten. Selbst einer auf fünf Positionen durcheinander gewürfelten deutschen Mannschaft reicht inzwischen gegen verzweifelt um die letzte EM-Chance kämpfende Belgier ein kleiner Zwischenspurt, um für klare Verhältnisse zu sorgen. "Deutschland ist eine Maschine“, zollte Gästetrainer Georges Leekens nach der Partie höchsten Respekt. So hatte Löw sich das wohl vorgestellt.
Quelle: t-online.de
DFB-11 schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 16:14:12
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Schwarz-Rot-Geil
Ist ja klar! Die Leute, die hier wieder über Herrn Löw herziehen und einigen Spielern ihre fußballerischen Qualitäten
absprechen, sind doch die, die dann im Sommer in der ersten Reihe beim "Public Viewing" stehen und am lautesten am grölen sind! Wenn's dann doch klappt, haben sie es schon die ganze Zeit gewusst, usw., usw.! Leute, seid doch froh! Kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so eine (vor allem technisch) starke Mannschaft hatten, die auch noch so gut spielt bzw. fu
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Grüner Borusse schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 16:04:56
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Abwarten!!!
Die Quali-Gruppe war relativ schwach, aber in allen anderen Gruppen sieht's nicht anders aus und ist nie anders gewesen! Der
wesentliche Unterschied ist, dass die DFB-11 ohne große Anstrengung alle Gegner besiegen konnte! Mit Türkei u. Belgien haben wir auch zwei Mittelklasse-Gegener beherrscht, die das Potenzial haben mind. die Vorrunde bei einer EM zu übestehen! Wer bißchen Ahnung hat, weiß, dass wenn's gegen Spanien o. Niederlande geht, vor allem Tagesform und auch Glück entscheidend
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Kenner schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 15:38:41
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Nationalmanschaft
Es geht nicht darum den Balack und den Frings wieder in die Mannschaft zu holen,es geht um die art wie sie von dem
Hinterhältigen Löw abserviert wurden(mit hilfe von dem Kasper Lahm)
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