31.05.2011, 10:11 Uhr
Marcel Schmelzer weiß: Im DFB-Trikot muss er mehr zeigen. (Foto: imago)
Das Interview führte Marc L. Merten
Die Sonne brennt über Frankfurt, als Marcel Schmelzer am Tag nach dem 2:1 gegen Uruguay auf die Terrasse der Villa Kennedy schlendert. Der Blondschopf mit den markanten Augenbrauen wirkt ein wenig schüchtern, im Gespräch spricht er ruhig und wählt seine Worte mit Bedacht. Er weiß: Als einer der Newcomer der vergangenen Bundesliga-Saison muss er sich seine Position in der deutschen Nationalmannschaft erst noch erarbeiten. Und Lautsprecher sind bei Bundestrainer Joachim Löw schon lange nicht mehr gefragt.
Dennoch: "Schmelle" - sein Spitzname ziert auch die schwarzen Sportschuhe, die er zum DFB-Dress trägt - hat ein bewegtes Jahr hinter sich und wird von zwei Vorzeigetrainern im deutschen Fußball ausgebildet: von Jürgen Klopp und seit einigen Monaten auch von Löw. Zudem gehört er zur seltenen Spezies der herausragenden Linksverteidiger in der Bundesrepublik. Doch genau das könnte für ihn noch zum Problem werden. Warum, sagt er im Interview mit t-online.de.
Herr Schmelzer, eigentlich könnten Sie jetzt schon im Urlaub sein. Aber für die Nationalelf verschieben Sie den gerne, oder?
Marcel Schmelzer: Na klar, nach der langen Saison und den vielen Feierlichkeiten ist das zwar noch mal anstrengend. Aber die Kraft reicht.
Wie sehen Sie Ihre Entwicklung in der Nationalmannschaft bisher?
Ich glaube nicht, dass ich meine Leistungen beim BVB bisher in die Nationalelf transportieren konnte. Aber wer meine Karriere in Dortmund verfolgt hat, weiß, dass es auch da langsam angefangen hat, aber immer weiter gegangen ist. Ich konzentriere mich erst auf einzelne Aufgaben, um dann mit mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen immer bessere Leistungen zu bringen. Ich gebe mir daher noch etwas Zeit, damit es bald so gut läuft wie bei der Borussia.
Bis vor kurzem galt die Linksverteidiger-Position im DFB-Team als neuralgischer Punkt und Sie als erste Lösung für dieses Problem. Jetzt könnte ausgerechnet der FC Bayern Ihnen da einen Strich durch machen.
Warum?
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Weil die Bayern Rafinha geholt haben, einen Rechtsverteidiger, und Philipp Lahm deswegen zukünftig wieder links spielen wird. Und er selbst sagt, dass es ihm lieber ist, immer auf der gleichen Position zu spielen. Auch in der Nationalmannschaft.
Das höre ich jetzt zum ersten Mal und weiß nicht, ob das auch schon im Trainerteam so diskutiert wurde. Aber ich kann ohnehin nicht mehr machen, als im Training alles zu geben. Den Rest muss dann der Trainer entscheiden.
Auf welchen Positionen könnten Sie denn noch spielen?
Ich bin auf der Linksverteidiger-Position Deutscher Meister geworden. Das ist meine Position. Da kann ich meine Leistung zu 100 Prozent abrufen. Deswegen habe ich keinen Grund, mir über eine Alternativposition Gedanken zu machen.
In Dortmund haben Sie auf Ihrer Position ein Idol verdrängt.
Ja. Das war eine besondere Situation. Aber Dede ist ein großartiger Mensch. Er hat sich immer fair verhalten, hat nie etwas über die Medien versucht. Und ich weiß, dass die Dortmunder genau das an ihm geliebt haben. Er hat sich immer für die Borussia eingesetzt, immer alles gegeben, ist nie weggelaufen, wenn es mal nicht so lief. Er ist nie zu einem anderen Verein gewechselt, wo es mehr Geld gegeben hätte. So, wie es andere Spieler gemacht haben. Das schätzen die Menschen an ihm.
Was haben Sie von ihm gelernt?
Er hat mir mal gesagt: Fußball ist nichts, wovor Du Angst haben musst.
Dieser Satz hätte auch von Ihrem Trainer in Dortmund stammen können. Unter Jürgen Klopp sind Sie erst Bundesliga-, dann Stamm- und nun Nationalspieler geworden. Was ist Jürgen Klopp für ein Trainer, für eine Persönlichkeit?
Für mich ist Jürgen Klopp der beste Trainer, den ich mir als junger Spieler vorstellen kann. Wenn er einen jungen Spieler hat, redet er sehr viel mit einem. Er gibt einem die Sicherheit, um frei trainieren zu können und zu zeigen, was man drauf hat.
Ist Jürgen Klopp ein anderer Mensch in der Öffentlichkeit als im persönlichen Umgang mit den Spielern?
Natürlich gibt es Unterschiede. Aber er ist, wie er ist. Er ist zu uns als Trainer und Mensch genau so, wie er sein muss. Klopp ist ehrlich. Und kann motivieren. Er schafft es, uns jedes Mal aufs Neue zu packen. Vor jedem Spiel trifft er die richtige Ansprache. Das ist Wahnsinn. Als ob er in uns hineinschauen könnte. Und genau das hat uns diese Saison ausgemacht. Er kennt uns so gut, dass er genau weiß, was er uns sagen muss.
Jürgen Klopp und Joachim Löw sind zwei der aktuell prägendsten Persönlichkeiten in der deutschen Trainergilde. Können Sie sie vergleichen?
Die beiden sind sich sehr ähnlich. Sie haben eine ähnliche Vorstellung, wie sie Fußball spielen lassen wollen. Das macht es auch gerade für uns Dortmunder hier bei der Nationalmannschaft leichter, Fuß zu fassen. Aber natürlich hat jeder Trainer seine eigene Art, mit den Spielern zu sprechen.
Sie spielen sehr gerne Kniffel. Ein Spiel, in dem man manchmal Streichergebnisse hinnehmen muss, um am Ende die bestmögliche Punktezahl mitzunehmen. Welche Streichergebnisse gibt es in Ihrer bisherigen Karriere?
Als ich noch in der Jugend in Magdeburg war, hatte ich Anfragen vieler Vereine, die nicht so weit von Zuhause weg gewesen wären. Aber ich habe die Angebote abgelehnt. Erst, als die Anfrage aus Dortmund kam, stand für mich fest, dass ich gehen werde. Ich bin BVB-Fan, seit ich ein kleiner Junge war. Deswegen habe ich dann auch keine Sekunde mehr gezögert.
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Und heute? Sie haben doch bestimmt einige Anfragen im Laufe der Saison bekommen.
Viele Spieler von uns haben diese Saison Angebote anderer Vereine bekommen, von Vereinen, die mehr gezahlt hätten. Auch mein Berater kam zu mir und sagte, dass ich andere Möglichkeiten habe. Das war noch vor meiner Vertragsverlängerung. Aber ich habe ihm sofort gesagt, dass ich davon nichts wissen will und für mich feststeht, dass ich beim BVB verlängern will. Es gab viele solcher Fälle bei uns in der Mannschaft. Ich denke da an Mario Götze, an Mats Hummels, Sven Bender. Aber sie haben sich alle entschieden, in Dortmund zu bleiben, weil sie wissen, was wir aufgebaut haben und noch erreichen können.
Auch in der Champions League in der kommenden Saison?
Wir haben ja schon in der vergangenen Saison in der Europa League gespielt und gute Leistungen gezeigt. Auch, wenn das von vielen anders bewertet wird. Aber wir haben uns da sehr gut geschlagen und ich habe da wichtige Erfahrungen gesammelt. Die Champions League war unser großes Ziel. Das haben wir erreicht. Jetzt wollen wir den Fußball der letzten Saison auch international zeigen.
Lieber gegen Real Madrid mit Nuri Sahin oder gegen die Übermannschaft Barcelona?
Uns würde es freuen, wenn wir auf Nuri und Real treffen würden. Aber ihn wohl eher nicht. Ich glaube nicht, dass er gegen seine alte Liebe BVB spielen will. Barcelona ist da schon was anderes. Jeder Spieler, der noch nie gegen Barcelona gespielt hat, will das mal miterleben. Diese Mannschaft spielt einfach atemberaubenden Fußball. Aber wir würden uns nicht verkriechen, wenn wir auf Barca treffen würden.
Quelle: t-online.de
Marie schrieb:
am 31. Mai 2011 um 18:50:17
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ab sofort gibts nur noch blonde in der Nationalmannschaft--und von wegen Leistung
Müllerchen hat seit nach der WM 100Prozent der Chancen
vergeben, obwohl das Spiel über Rechts perfekt auf ihm eingestellt war---FCB- Mafia--und die anderen müssen krank sein--hihi
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hoho-Leistung schrieb:
am 31. Mai 2011 um 18:48:19
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Müller hat seit nach der WM 100Prozent der Chancen vergeben, obwohl das Spiel perfekt auf ihn eingestellt war
jeder ander wäre längst raus geflogen---aber FCB- Mafia
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JoFi schrieb:
am 31. Mai 2011 um 18:08:35
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BVB
An dem Erfolg einer Mannschaft ist ein Großteil der Verdienst seines Trainers.
Wenn wir aber vergleichen was sich alles Trainer nennt,
mit einem Schnellkurs an der Sporthochschule Köln,na ja.Matthäus nennt sich genau so Trainer wie Klopp,nur Klopp ist studierten Sportwissenschaftler.Klopp setzt sich mit den Eltern von Götze an einen Tisch und planen dessen Zukunft, ohne seinen Schulabschluß aus den Augen zu verlieren.Ich hoffe dass die Mannschaft vom BVB noch einige Jahre zusammen bleibt.
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