13.08.2010, 07:12 Uhr | t-online.de
Ballack im Nationaldress: Ein Bild aus der Vergangenheit? (Foto: imago)
Michael Ballack und kein Ende. Nachdem in den vergangenen Wochen stets spekuliert wurde, ob Ballack die Kapitänsbinde behalten darf oder nicht, haben die Diskussionen mittlerweile die nächste Ebene erreicht. Jetzt geht es darum, ob der Neu-Leverkusener überhaupt noch mal mit dem Adler auf der Brust auflaufen wird. Stein des Anstoßes ist eine Aussage von Rudi Völler im "kicker": "Es ist legitim darüber nachzudenken, ob es noch Sinn macht." Gemeint ist eine weitere Zusammenarbeit zwischen Ballack und der Nationalmannschaft.
Und was sagt der Bundestrainer? Vertrauensbekundungen blieben bislang aus. In einem Interview mit der "Bild" äußerte sich Joachim Löw wieder einmal zurückhaltend: Ich plane mit jedem Spieler, der gute Leistungen bringt. Michael war bis zu seiner Verletzung fester Bestandteil der Nationalmannschaft."
Ballack ist plötzlich ein "normaler" Spieler, der sich anbieten und beweisen muss. Er muss besser sein als Bastian Schweinsteiger oder Sami Khedira, die beide bei der WM auf der Ballack-Position überzeugten. Gesetzt ist er nicht mehr. Unangefochten sowieso nicht. Wird das der Capitano, wie er seit der WM 2006 und dem Sommermärchen genannt wird, mit sich machen lassen?
Löw bleibt indes entspannt und lässt sich zu einer voreiligen Stellungnahme hinreißen. "Ich habe einen festen Zeitplan, nach dem ich erst im September wichtige Entscheidungen bekannt gebe. Davon weiche ich nicht ab. Ich lasse mich auch nicht treiben oder von außen beeinflussen", so der Bundestrainer.
Und auch zwischen Ballacks neuem alten Verein Bayer Leverkusen und Löw knistert es. Wolfgang Holzhäuser kritisierte unlängst die Vorgehensweise in der Causa Ballack: "Ich finde es absolut unmöglich, wie die sportliche Führung der Nationalelf immer wieder Michael Ballack mit solchen Nadelstichen demontiert." Diesen Vorwurf kontert Löw allerdings locker: "Die Nationalelf ist nicht beeinflussbar. Ich wünsche mir, dass sich die Vereine nicht in unsere Belange einmischen."
Der Graben zwischen Ballack und Löw scheint immer größer zu werden. Und jetzt mischt sich auch noch der Verein ein. Zufall oder Kalkül? Vielleicht merken auch die Bayer-Verantwortlichen, dass der 33-Jährige nicht mehr der Ballack früherer Tage ist und seine Kräfte einteilen sollte. Ein Rücktritt Ballacks aus der Nationalelf käme Leverkusen sicher zu Gute. Es darf also weiter über die Zukunft Ballacks spekuliert werden. Spielt er mit Binde? Spielt er ohne Binde? Oder spielt er vielleicht sogar gar nicht mehr für die DFB-Auswahl?
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Etwas gereizt, doch zielgerichtete verrät der Bundestrainer, wann die Entscheidung fällt. zum Video
Quelle: t-online.de
Rainer schrieb:
am 13. August 2010 um 16:39:10
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Was soll der Aufstand
In der Nationalmannschaft sollen nun mal die zum jeweiligen Zeitpunkt besten Spieler antreten. Kapitän kann nur einer
von denen sein die dann auf dem, Platz stehen und in das Spielsystem passen. Herr Ballack steht z.Zt. sowohl nicht auf dem Platz und scheint mit seinem Tipp Kick Verteil Fußball aus dem Mittelfeld auch nicht mehr in das schön anzusehende und erfolgreiche schnelle Überfallspiel der jüngeren und flotteren Jungs zu passen. So what?
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PMüller schrieb:
am 13. August 2010 um 16:38:55
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BallaCK
Löw ist unehrlich und scheinheilig.Die ersten Äußerungen von Lahm kannte er voher und hat damit die Demontage von Ballack
begonnen.Podolski,Klose u. Gomez mussten sich nicht vor der WM in ihren Klubs nicht beweisen,von Ballack wird das selbstverst. erwartet.Löw legt alles so aus, wie er es braucht.Löw will keine mündigen Spieler sondern "Jasager"Ohne Ballack wäre Löw schon nach der EM 2008 kein BT geblieben.Eine solche Behandlung hat M. Ballack nicht verdient .Sie sollten sich schämen Herr Löw.!
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Spötter schrieb:
am 13. August 2010 um 16:36:55
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Binde
In obigem Artikel wird spekuliert,ob Ballack mit oder ohne Binde spielt.Aber diese Diskussion hat sich selbst im Damenfußball
überlebt,seit es Tampons gibt.
Wenn es nach dem Desaster der U21 gegen Island im Hinblick auf die Zukunft der Nationalkicker keine wichtigeren Diskussionsthemen gibt, dann können wir uns jetzt schon auf die nächste WM freuen. Hier wrd zur Freude der Medien nur noch bullshit produziert.
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