07.10.2011, 10:14 Uhr
Manuel Neuer (li.) trifft mit dem DFB-Team auf die türkische Mannschaft um Keeper Volkan. (Quelle: imago)
Aus Istanbul berichtet Patrick Brandenburg
Es ist das übliche Spiel vor einem großen Spiel zwischen der Türkei und Deutschland (ab 20.15 Uhr im Live-Ticker von t-online.de) und es gehört fast ein wenig zum guten Ton: Der Gegner wird gelobt, vielleicht sogar ein wenig mehr als er es verdient hätte. Aber so ganz unrecht hat Bundestrainer Joachim Löw vermutlich nicht, wenn er sagt: "Wir werden im Galatasaray-Stadion eine andere türkische Mannschaft erleben. Beim unserem 3:0-Sieg im Hinspiel hat das Team nicht ihr wahres Gesicht gezeigt." (Teamvergleich: Die Türkei kann Deutschland nichts anhaben)
Allein personell wird die Elf von Guus Hiddink ein anderes Gesicht bekommen bei dem Versuch, im Fernduell mit Belgien ihre womöglich letzte Chance auf den Relegationsplatz zwei in der Gruppe A für die Euro 2012 zu sichern. Ob das zu ihrem Vorteil ist? Man darf es zumindest in Frage stellen. Spielmacher Nuri Sahin, der Alt-Dortmunder und Neu-Madrilene ist noch nicht wieder einsatzbereit. Sein Teamkollege bei Real, Hamit Altintop, hat sich gerade erst wieder fit gemeldet, und dessen Bruder Halil spielt nicht mehr die erste Geige in der "Milliler". Auch "Gladiator" Ömer Erdogan, der in Kassel und auf St. Pauli sein Handwerk lernte, bevor er im Herbst seiner Karriere mit Bursarspor Meister wurde und ins Nationalteam aufstieg, hat nichts mehr zu vermelden in dieser Elf, der bald ein noch größerer Umbruch bevorsteht.
Vermutlich tritt die Türkei mit einer Mannschaft an, von der man in Deutschland höchstens drei, vier Namen kennt. Torhüter Volkan Demirel etwa, einer der EM-Helden von 2008, der allerdings im Halbfinale gegen Deutschland aufgrund einer Sperre fehlte. Oder Hakan Balta, der Berliner Junge, als großes Talent gehandelt und mit der Hertha B-Jugendmeister, bevor er enttäuscht ins Land seiner Eltern abwanderte und dort sein Glück fand. Oder Servet Cetin, der Kämpfer, der mit beeindruckender Statur, unbändigem Kampfgeist und - nicht zu vergessen - coolem Bart eine der großen Persönlichkeiten der EM 2008 wurde.
Ein Altstar wie Emre, bei Inter Mailand und Newcastle United einst eine große Nummer, sitzt nur auf der Bank, obwohl auch Joachim Löw ihn "seit Ewigkeiten auf hohem Niveau" spielen sieht. Für die Bundesliga-Legionäre Mehmet Ekici (Werder Bremen), Ömer Toprak (Bayer Leverkusen) oder Tunay Torun (Hertha BSC) gilt das Gleiche. Aber auch mit diesen Spielern würde sich nichts an der Tatsache ändern, dass die Mannschaft - zumindest nominell - der DFB-Elf unterlegen ist. Nur drei Spieler reichen an das Niveau Deutschlands heran. Ansonsten muss Guus Hiddink hoffen, dass seine Spieler einen tollen Tag erwischen, und die Fans im Hexenkessel Galatasaray-Stadion zum zwölften Mann werden.
Quelle: t-online.de
McTurk schrieb:
am 7. Oktober 2011 um 18:01:44
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Länderspiel
Die Freundschaft soll siegen
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Mikosch schrieb:
am 7. Oktober 2011 um 17:54:23
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Sieg ist drin
ich denke das es ein klarer Sieg für unsere Elf wird, aber diesen blödsinnigen Teamvergleich könnte man sich wirklich
sparen, zumal er ja über die Tagesform nunmal garnichts aussagt. Die Arroganz unserer Medienwelt ist wirklich beschämend. Ich denke es wird ein heisser Tanz, weil die Türkei gerade gegen Deutschland immer heiß ist und die Fans werden den Rest besorgen.
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momo schrieb:
am 7. Oktober 2011 um 16:19:48
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(17)
quali
Dieser Artikel klingt höchst arrogant aber denke auch das Deutschland Favorit ist. Hoffe aber dass es dann doch anders kommt. :))
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