01.12.2011, 14:35 Uhr
Das griechische Team (Quelle: imago)
Am Ende musste noch einmal kräftig gezittert werden. Griechenland lag in Georgien bis zur 79. Minute 0:1 zurück, war drauf und dran, die direkte Qualifikation für die EM zu verspielen. Doch Giorgos Fotakis und Angelos Charisteas drehten die Partie und sorgten so für die dritte EM-Teilnahme in Folge. 2004 gab es sensationell den Titel, 2008 kam das Aus in der Vorrunde. Wohin geht die Reise diesmal?
Deutschland, Italien, England, Spanien und Griechenland sind die Teams, die in der Qualifikation ungeschlagen geblieben sind. Doch während beispielsweise das DFB-Team mehrmals mit Gala-Vorstellungen begeisterte, holperten sich die Griechen durch die nicht besonders starke Gruppe F. Nur 14 Tore, lediglich gegen Malta mehr als zwei in einem Spiel. Griechenland arbeitete sich zur EM. Den Big Point hatten sie im vorletzten Spiel beim 2:0 gegen die als Tabellenführer angereisten Kroaten gelandet. Und im Endeffekt ist nicht entscheidend, wie man sich qualifiziert, sondern dass man es getan hat. (EM-QualifikationErgebnisse und Tabelle der Gruppe F)
Wenn ihre Nationalmannschaft aufläuft, wissen die griechischen Fans, was sie erwartet: Viel Defensive, wenig Spektakel, aber des Öfteren erstaunliche Ergebnisse. Gekrönt mit dem Titel bei der EM 2004. Der Trainer heißt seit 2010 nicht mehr Otto Rehhagel, sondern Fernando Santos, die Spielweise blieb ähnlich. Mit Erfolg: In den zehn Qualifikationsspielen gab es für die Defensive mit dem Bremer Sokratis nur fünf Gegentore. Einige EM-Helden wie Georgios Seitaridis, Kostas Katsouranis und Final-Torschütze Angelos Charisteas sind noch dabei. Aber auch ganz junge Spieler wie unter anderem die in der Bundesliga tätigen Sokratis (23) und Kyriakos Papadopoulos (19/Schalke 04). Ebenfalls in Deutschland spielen Athanasios Petsos (1. FC Kaiserslautern), Theofanis Gekas und Georgios Tzavellas (beide Eintracht Frankfurt).
Beim Thema EM-Helden darf natürlich auch Georgios Karagounis nicht fehlen. Er war bereits damals ein Eckpfeiler im Kader und erzielte das erste griechische Tor im Turnier, das 1:0 im Eröffnungsspiel gegen Portugal. Zwei Partien – darunter das Finale – verpasste er wegen Gelbsperren. Der inzwischen 34-Jährige hat insgesamt vier Jahre im bei Inter Mailand und Benfica Lissabon gespielt, seit 2007 steht er wieder bei seinem Heimatklub Panathinaikos Athen unter Vertrag. Der Kapitän der Nationalelf hat alle zehn Qualifikationsspiele absolviert und ein Tor erzielt. Mit 114 Länderspielen ist er Griechenlands Nummer zwei hinter Theodoris Zagorakis. Noch. Zagorakis hat zwar sechs Einsätze mehr, ist aber nicht mehr aktiv.
Im Sommer 2010 trat Fernando Santos die Nachfolge von Rehhagel an. Etwas mehr als ein Jahr später nahm der Portugiese seinem Vorgänger bereits einen Rekord ab: Rehhagel hatte 15 Spiele in Serie ohne Niederlage geschafft, Santos brachte es auf 17. Mitte November beim 1:3 im Test gegen Rumänien gab es die erste Pleite überhaupt in seiner Amtszeit. Sein Vertrag war bereits nach der erfolgten Qualifikation über 2012 hinaus verlängert worden.
Quelle: t-online.de
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