29.06.2008, 23:18 Uhr
Angela Merkel gratuliert Michael Ballack zum zweiten Platz (Foto: dpa)Wieder kein großer Titel für den ewigen Zweiten. 39 Tage nach dem tränenreichen Champions-League-Endspiel hat Michael Ballack seine große Sehnsucht nach dem ersten internationalen Pokal auch bei der Europameisterschaft nicht stillen können.
Zwar biss der 31-Jährige nach Wadenproblemen, die seinen Einsatz lange gefährdet hatten, auf die Zähne und ließ sich auch von einer blutenden Platzwunde am rechten Auge nicht am Weitermachen hindern - aber trotz großen Willens konnte er die 0:1-Final-Niederlage gegen Spanien nicht vermeiden.
Von Lehmann bis KloseDie deutschen Kicker in der Einzelkritik
Zum NachlesenDeutschland gegen Spanien im Live-Ticker
SpielberichtTorres schießt Spanien zum EM-Titel
Lange rieb sich der Profi des FC Chelsea in seinem 87. Länderspiel in Scharmützeln auf - eine Rangelei mit Carles Puyol (42.) wurde mit Gelb bestraft. Nach der Pause versuchte es Ballack weiter: Mit vielen Anweisungen und jeder Menge Kampfgeist riss Ballack sein Team mit und hätte fast den Ausgleich erzielt. Sein Distanzschuss landete am Außennetz - und beim Schlusspfiff um 22.36 Uhr war klar: Alle Mühen hatten sich wieder nicht gelohnt.
Elf des Turniers von t-online.deVon Lahm bis Villa
FotosDie besten Bilder der Partie Deutschland gegen Spanien
KommentarEin Sieger - zwei Gewinner
Nicht nur der "Vize-Fluch" ging für den WM-Zweiten von 2002 und dem zweimaligen Champions-League-Final-Verlierer weiter, beim Höhepunkt des Jahres setzte sich auch die Saison der Qualen und Schmerzen fort - die Hoffnungen wurden dagegen nicht erfüllt. Längst ist Ballack in den Kreis der DFB-Kapitäns-Prominenz aufgestiegen, aber in seiner Erfolgsliste hat er anders als Fritz Walter, Franz Beckenbauer & Co. noch keinen Erfolg stehen. Und Ballack weiß: Auf dem Weg zu einem internationalen Titel läuft dem mehrmaligen Meister und Pokalsieger die Zeit davon.
EM-TrainerkarussellTerim kündigt Rücktritt an
EM-FotosDie schönsten Bilder
Deutschlands Kader Von Adler bis Westermann
Als wäre Ballack mit seinen Wadenproblemen, die ihn bei der WM 2006 schon um das Eröffnungsspiel gebracht hatten, gegen die Südeuropäer nicht schon genug gestraft gewesen, musste er nach 36 Minuten noch mehr einstecken. Mit dem Kopf stießen er und sein Bewacher Marcos Senna zusammen. Das Blut lief dem benommenen Ballack über das Gesicht, oberhalb des rechten Auges klaffte eine Platzwunde. Gleich zweimal musste der 87-malige Nationalspieler sich zum Stillen der Blutung an die Seitenlinie legen.
Irgendwie passte es ins Bild, dass sich die Ballack'sche Leidensgeschichte im Finale fortsetzte. Erst waren die eigenen Zweifel, ob es nach zwei Operationen am linken Sprunggelenk, monatelanger Pause und mehreren gesundheitlichen Rückschlägen überhaupt noch weitergeht für ihn mit dem Spitzenfußball. Es folgten die nervenaufreibenden Wochen in der Rehabilitation, dann die Comebacks beim FC Chelsea im Dezember 2007 und in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zwei Monate später.
Körperlich präsentierte er sich stark wie nie zuvor. "Es hat ihm gut getan, dass er die körperlichen Grundlagen in Ruhe legen konnte", bemerkte Bundestrainer Joachim Löw. Als Leader führte Ballack nicht nur den FC Chelsea ins Champions-League-Finale, sondern Deutschland auch in das EM-Endspiel. Dort war aber erneut Endstation. Entsprechend viel sein Kommentar aus: "Ich bin sehr enttäuscht. Dennoch haben wir ein tolles Turnier gespielt. Wir haben eine große Mannschaft."
Weitere EM-Themen
Die EM 2008Kostenloses Tippspiel und EM-Spielplan
ReisenSo wohnen die EM-Teams
Lifestyle
Miss EM 2008
SoftwareloadDer Spielplan für Outlook
Spiele
EM-Songs
Abseits-Trainer
Quelle: dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Nur für kurze Zeit: luftige Sommer-
kleider u.v.m. bis Gr. 58 versand-
kostenfrei bestellen! zum Special
Nie wieder offline - mit dem Smart100 endlos in besten D-Netz unterwegs. von congstar.de
News: Farfan kann jederzeit gehen, Preetz soll bleiben. Video