07.10.2011, 22:18 Uhr
Aus Istanbul berichtet Patrick Brandenburg
Die EM startet erst in acht Monaten, aber für die deutsche Nationalmannschaft könnte sie heute schon beginnen. Durch ein souveränes 3:1 (1:0) in der Türkei bleibt das DFB-Team auch im neunten und vorletzten Spiel der Qualifikationsgruppe A ohne Punktverlust. Mario Gomez (35.), Thomas Müller (66.) und Bastian Schweinsteiger (84.) erzielten die Tore für die Elf von Bundestrainer Joachim Löw, die eine beeindruckende Leistung zeigte und weiter von der perfekten Qualifikation träumen darf. Den Anschlusstreffer für die Türken, die nun um die EM-Teilnahme zittern müssen, erzielte Hakan Balta (79.).
Dabei war Mesut Özil der zu erwartende Spießrutenlauf im Hexenkessel Galatasaray-Stadion erspart geblieben. Der Spielmacher wurde nicht mehr rechtzeitig fit für die Partie in der Heimat seiner Eltern. Nach DFB-Angaben hätte er trotz Schmerzen an der Achillessehne gerne gespielt, aber der Bundestrainer wollte kein Risiko eingehen. Auch Miroslav Klose verlor das Rennen gegen die Zeit, er musste aufgrund von Knieproblemen passen. Bei der Türkei kehrte überraschend Hamit Altintop zurück ins Team, obwohl dieser erst vor zehn Tagen nach langer Verletzungspause sein Debüt für Real Madrid gefeiert hatte.
Weil es für die Türkei in der Qualifikation noch um viel geht, ging es in der Partie ohne Anlauf direkt zur Sache. Fast hätten die Gastgeber einen Traumstart erwischt, doch Manuel Neuer bewahrte die deutsche Mannschaft mit einem unglaublichen Reflex im Duell mit Altintop vor einem frühen Rückstand (5.). Knapp 50.000 Fans waren aus dem Häuschen und untermauerten eindrucksvoll, warum die "Neue Hölle" von Galatasaray mit dem Dezibel-Rekord des lautesten Stadions im Guinness-Buch der Rekorde steht.
Nur drei Minuten später allerdings hätten sich die Türken nicht beschweren können, wenn Schiedsrichter Martin Atkinson nach dem Zupfer von Servet Cetin gegen Mario Gomez auf Elfmeter entschieden hätte. Das war die richtige Antwort der DFB-Elf, um die Stimmung auf den Rängen zu beruhigen. Danach übernahmen Schweinsteiger und Co. die Kontrolle und drückten dem 23. der FIFA-Weltrangliste ihr Spiel auf.
Trotzdem kamen die Türken zu zwei weiteren Chancen. Selcuk Inan setzte den Ball übers Tor, nachdem Athletico-Madrid-Star Arda Turan schön in den Rücken der Abwehr gespielt hatte (30.). Und auch Altintop hatte eine weitere Gelegenheit, doch erneut scheiterte er an Neuer. Da stand die DFB-Abwehr nicht immer sicher, in der Jerome Boateng auf rechts doch den Vorzug vor Benedikt Höwedes erhalten hatte und Per Mertesacker sich trotz durchwachsener Leistung zuletzt gegen Polen erneut an der Seite von Holger Badstuber versuchen durfte.
Die DFB-Elf quartiert sich im Dwor Oliwski in Danzig ein. t-online.de macht den Hotel-Check. zum Video
Genau aus dieser Szene entwickelte sich die Führung für Deutschland. Neuer hielt Altintops scharf geschossenen Ball fest und leitete mit einem weiten Abwurf den Konter ein. Thomas Müller gelang ein toller Pass quer übers Spielfeld und Mario Gomez ließ sich die Chance zum 0:1 nicht entgehen. Es war bereits der 20. Treffer für den Münchner Stürmer im 48. Länderspiel. Damit hatte die DFB-Elf die Partie vorerst voll im Griff. Der enorm fleißige Bastian Schweinsteiger und der manchmal etwas übereifrige Rückkehrer Sami Khedira ließen in der Schaltzentrale nichts anbrennen. Özil-Ersatz Mario Götze zeigte gute Ansätze, aber zunächst kamen die Anspiele des Dortmunders etwas zu ungenau.
Nach dem Wechsel versuchte Türkei-Coach Guus Hiddink, seinem Team mit der Einwechslung des Hamburgers Gökhan Töre mehr Offensivpower zu verschaffen. Aber das Spiel ging weiter in die andere Richtung. Wenn Gomez nicht den besser postierten Lukas Podolski übersehen hätte (55.), wäre das Spiel schon früh durch gewesen. Auch Müller scheiterte mit einem Weitschuss (58.), und der für den eher schwachen Podolski eingewechselte André Schürrle nach einem tollen Solo an Türkei-Keeper Volkan Demirel (64.). Zwei Minuten später war es aber doch soweit. Erneut hielt sich Neuer unter Druck nicht lange auf und leitete den Konter über Götze ein. Müller zog aus der Mitte ab und erzielte humorlos das 2:0 (66.).
Erst in der 79. Minute schöpften die Türken noch einmal kurz Hoffnung, als der aus Berlin stammende Hakan Balta die Milliler mit einem satten Schuss unter die Latte auf 1:2 ran brachte. Doch nur fünf Minuten später beendete Schweinsteiger in seinem 90. Länderspiel das nun ohrenbetäubende Spektakel, als er einen Foulelfmeter sicher zum 3:1 verwandelte. Gökhan Gönül hatte Müller gefoult. Kurz vor Schluss durfte dann noch Marco Reus sein Debüt für die DFB-Elf feiern. Er ist der 48. Neuling in der Ära Löw.
Während die Türken nun drei Tage Zeit haben, um Kräfte zu sammeln und sich auf die Partie gegen Aserbaidschan vorzubereiten, tankt das DFB-Team in Düsseldorf noch mal auf, bevor es im Gruppen-Endspurt gegen Belgien geht. Der Bundestrainer hat schon angedeutet, nicht allzu viele Wechsel vornehmen zu wollen, um sich nicht dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auszusetzen. Aber vermutlich wird Ilkay Gündogan sein Debüt in der Nationalmannschaft feiern.
Quelle: t-online.de
wuff schrieb:
am 8. Oktober 2011 um 12:46:52
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Deutschland-Türkei
So sind sie eben unsere Vorzeige Türken. Wo bleibt der Kommentar von Özdemir & Co. Wo bleibt der Kommentar von Gül und
Erdokan. Haben die Deutschen mit dem Sieg vielleicht wieder die Menschenrechte der Türken verletzt.
Die Türken haben wieder (einmal ) bestätigt, dass sie am besten in der Türkei aufgehoben sind. In Deutschland braucht sie wirklich keiner so richtig.
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Deutscher schrieb:
am 8. Oktober 2011 um 10:02:20
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Sieg gegen die Türken
Am Dienstag liebe Nationalmannschaft die Jungens aus Belgien gewinnen lassen damit diese Türken auf keinen Fall bei
der EM dabei sind, als Rache für das Pfeiffkonzert bei unserer Hymne, Intollerantes Volk in Istanbul, toller Sieg.
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Torjäger schrieb:
am 8. Oktober 2011 um 08:54:45
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Deuschland-Türkei
Die Türken sind so intolerant, daß normalerweise sie nicht den sportlichen Charakter erfüllen siehe Ötzil. Wenn ich so
sehe, was sich so alles an Nationalitäten in den Nationnalmannschaften rumdrückt mit angeblichem Pass, so müßte jeder Spieler gegen ein Spiel seiner migrantischen Herkunft draußen bleiben.
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