15.12.2011, 15:03 Uhr
Windet sich vor Schmerz: David Villa. (Quelle: dpa)
Spanien steht unter Schock! David Villahat sich bei der Klub-WM in Japan schwer verletzt. Der Stürmerstar des FC Barcelona musste mit einem Schienbeinbruch ausgewechselt werden - die EM 2012 ist für ihn damit fast schon gelaufen. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit, und Villa benötigt genau das, was sein Spitzname ("Villa Maravilla") bedeutet: ein Wunder.
Es war noch in der ersten Halbzeit, als Villa im Nissan Stadium von Yokohama plötzlich auf den Rasen sank, das Gesicht verzerrt vor Schmerz, Unglaube, Entsetzen. Mit einer Trage wurde er vom Feld gebracht. Keine 20 Minuten dauerte es, bis Fernseh-Kommentator Manuel Carreno den spanischen Fans während der Live-Übertragung bei Cuatro TV die schlimme Nachricht überbrachte: Villa, Weltmeister, Europameister und Rekordschütze der spanischen Nationalmannschaft, fällt für die Europameisterschaft aus. Seine Teilnahme sei nicht nur in Gefahr, sondern höchst sogar unwahrscheinlich.
Da Fernando Torres in der Selección seit langem seiner Top-Form hinterherläuft, wäre ein Ausfall Villas auch für Vicente del Bosque ein herber Rückschlag. "Mit Blick auf die EM sind das offensichtlich sehr schlechte Nachrichten. Aber bis dahin sind es noch sechs Monate. Wir müssen abwarten, wie er sich erholt", sagte der Nationaltrainer.
Das war spätestens nach der quälenden Zeitlupe klar. "Villa verabschiedet sich schon fast von der EURO", schrieb die spanische Sportzeitung "Marca" unmittelbar danach auf ihrer Internetseite, während Villa im Krankenhaus Rosa noch dabei war, den Schock zu verarbeiten. Vier Monate, vielleicht sogar sechs Monate Pause wird der Bruch des linken Schienbeins nach sich ziehen - die EM in Polen und der Ukraine beginnt am 8. Juni 2012, in rund sieben Monaten. Ein Wettlauf, den der 30-Jährige kaum gewinnen kann.
Der Asturier, Schütze von 51 Toren in 82 Länderspielen, derjenige, der den großen Raul (44 Tore) überflügelte, wäre ein allzu schmerzlicher Verlust. Fünf Tore erzielte Villa auf dem Weg zum ersten WM-Titel der Furia Roja, darunter spielentscheidende im Achtelfinale gegen Portugal und im Viertelfinale gegen Paraguay (beide 1:0). Bei der EM 2008 genügten Villa vier Vorrundentreffer, um Torschützenkönig zu werden. Bei beiden Turnieren führte der Weg zum Titel über die deutsche Nationalmannschaft.
Sein Nationalmannschaftskollege Fernando Torres hat Villa einmal ein Kompliment ausgesprochen, das Bände spricht. "Er trifft einfach immer. Die Bälle fallen ihm vor die Füße", sagte Torres. Denn "El Guaje", das Kind, wie Villa auch genannt wird, ist weder Dribbelwunder noch Kopfball-Monster. Er ist einfach da, wenn er da sein muss. Ein Eisblock. "Wir sind in Gedanken alle bei ihm. Er ist ein Spieler, den wir alle unbedingt brauchen", sagte Thiago Alcantara, ebenfalls spanischer Nationalspieler in Diensten Barcelonas.
40 Millionen Euro überwiesen die Katalanen 2010 für die Dienste des Torjägers an den FC Valencia, der als erster Spanier in vier aufeinanderfolgenden WM-Spielen traf. "Ein Schnäppchen", sagte Barcelonas damaliger Präsident Joan Laporta kurz darauf bereits.
Beinah wäre es gar nichts geworden mit einer großen Karriere - Villa war zehn Jahre alt, als bei einem Jugendspiel ein Gegner auf seinen Oberschenkel krachte. Die Folge war ein äußerst komplizierter Bruch, der kleine David lag 40 Tage im Krankenhaus, und der behandelnde Arzt befürchtete das Schlimmste. "Ich dachte an eine Amputation", sagte Dionisio Cuetos. Doch er rettete das Bein, es ist seitdem zwei Zentimeter kürzer. Villa ließ sich auf dem Weg nach oben davon bekanntlich nicht aufhalten. Ganz im Gegenteil: Es machte ihn noch stärker. "Man muss erst leiden, bevor man etwas erreichen kann", sagte er einst. Vielleicht fühlt er sich nun schmerzlich daran erinnert.
Die DFB-Elf quartiert sich im Dwor Oliwski in Danzig ein. t-online.de macht den Hotel-Check. zum Video
Quelle: dpa , t-online.de , sid
Seppo schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 20:15:53
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@MM
schweini wird zur EM nicht fit? hahahahahahahahahahahahahahha
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12321 schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 20:02:39
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villa
ich bezweifle, dass die spanier villa ersetzen können: spanien hat ohne zweifel mit xavi, iniesta, xabi alonso, busquets, fabregas...
ein weltklasse mittelfeld, aber ich kenne keinen sehr guten stürmer außer villa - torres WAR höchstens mal einer. und obwohl ich natürlich deutschlandfan bin, wünsche ich david villa natürlich gute besserung!!!
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MM schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 19:02:56
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Villa
Die Spanier müßten das eigentlich verkraften können mit dem Aufgebot. Wir Deutsche mußten auch immer auf wichtige Spieler
verzichten. Denke nur an 2006 als die Italiener uns den Frings aus der Mannschaft gemobbt haben oder das Foul an Ballack 2010. Wer weß ob Schweini bis zur EM wieder fit wird. Jedenfalls denke ich, daß die Spanier auch ohne Villa die EM gewinnen. Die sind das Maß aller Dinge. Wer Die schlagen will, muß das Mittelfeld ausschalten. Aber wer soll Iniesta und Xavi stoppen?
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