19.09.2011, 15:46 Uhr
Lothar Matthäus muss sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. (Quelle: imago)
Lothar Matthäus hat auch sein siebter Job als Trainer im Ausland nicht viel Glück gebracht, jetzt schielt der Rekordnationalspieler wieder einmal auf eine Anstellung in Deutschland: Der Weltmeister von 1990 ist nach nur einem Jahr als Nationaltrainer Bulgariens entlassen worden - quasi zur selben Stunde wie Michael Oenning beim Bundesliga-Schlusslicht Hamburger SV.
"Natürlich würde ich gerne in Deutschland mal zeigen, was ich leisten kann", hatte Matthäus am Wochenende via "Bild"-Zeitung verkündet, wohl ahnend, dass es mit seiner Anstellung in Bulgarien schnell zu Ende gehen würde. "Ich habe viele Freunde in Bulgarien zurückgelassen und werde mit Sicherheit zurückkommen", sagte Deutschlands Rekordnationalspieler dem Internetmagazin "sportal.bg".
Die Trennung, teilte Verbandschef Borislaw Michailow in Sofia mit, sei einvernehmlich erfolgt. "Bulgarien hat unter ihm nur ärmliche Resultate erreicht, und es gibt Spannungen zwischen ihm und den Spielern", erklärte Michailow. Unter Matthäus hatten die Bulgaren die angestrebte Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 in der Ukraine und Polen klar verpasst. Nachfolger des 50-Jährigen ist der Bulgare Michail Madanski.
Matthäus hatte schon gemutmaßt: "Ich muss nach den letzten beiden Niederlagen damit rechnen, dass im November Schluss ist." Die Bulgaren hatten zuletzt ein 0:3 gegen England und ein 1:3 gegen die Schweiz kassiert. Sein bisheriger Vertrag läuft am Ende der EM-Qualifikation aus. Der Rekordnationalspieler betonte aber mehrfach, er habe sich mit dem Verband per Handschlag eigentlich auf eine Verlängerung des Kontrakts bis 2013 geeinigt.
Michailow erklärte, dass Matthäus keine Abfindung erhält. "Ich glaube nicht, dass die Einstellung von Matthäus ein Fehler war", meinte Michailow nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA. "Es ging einfach nicht." Die Entscheidung, ihn abzulösen, sei nach einer Analyse der drei jüngsten Niederlagen getroffen worden. Dazu kämen "Skandale um die Mannschaft sowie das schlechte Klima im Team". Matthäus wies die Vorwürfe zurück: "Ich weiß nicht, über welche Skandale Verbandschef Borislaw Michailow spricht." Es habe keine Skandale in der Mannschaft gegeben.
Zuletzt hatte sich sogar Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow abfällig über den Ex-Profi von Borussia Mönchengladbach und des FC Bayern München geäußert. Es gebe auch Spannungen zwischen den Spielern und dem Trainer, sagte Michailow. "Er kann damit nicht fertig werden", kritisierte der Verbandschef. Er bemängelte auch, dass Matthäus mehr im Ausland lebt: "Wir sind damit nicht zufrieden."
Matthäus hatte seine Trainerkarriere 2001 bei SK Rapid Wien gestartet. Über Partizan Belgrad, die Nationalmannschaft Ungarns, Atlético Paranaense (Brasilien), Red Bull Salzburg und Maccabi Netanya (Israel) landete der Weltenbummler im vergangenen Oktober in Sofia. In Deutschland hat dem früheren "Weltfußballer des Jahres" und 150-fachen Nationalspieler noch kein Klub die Verantwortung als Chefcoach zugetraut. In den Schlagzeilen stand Matthäus in den vergangenen Jahren dennoch regelmäßig - mit seinen Frauengeschichten.
Quelle: dpa
Rainer schrieb:
am 19. September 2011 um 19:34:57
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Matthäus
Man sollte ihn als das sehen was er ist. Eine absolute Pfeife !!!
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Udo 1 schrieb:
am 19. September 2011 um 19:23:00
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Loddar
Ernsthaft. Welche Ansprüche hat Lothar? Was hat er bisher als Trainer geleistet? Nichts! In seiner nicht gerade positiven
Trainerlaufbahn sollte er erst einmal sehr kleine Brötchen backen. 3. oder eventuell für wenig Gage 2. Liga. Da kann er sich beweisen und später einmal an größere Aufgaben denken.
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Loddar schrieb:
am 19. September 2011 um 19:22:39
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Coach
Der Loddar hat mal gut Fussball spielen können - aber mehr nicht. Habe gehört dass wenn er eine Dose aufmachen will sogar in eine Werkstatt muss ;-)
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