29.12.2011, 17:20 Uhr
Bis zum 1. Juli 2012 sind es noch 186 Tage - aber Bastian Schweinsteiger hat diesen ganz besonderen Sonntag schon lange verplant. "Da hole ich mir den EM-Pokal in Kiew ab", sagt der 27-Jährige. Es ist ein weiter Weg, das weiß er, aber die Worte des Nationalspielers wirken keinesfalls wie leere Versprechungen. Schweinsteiger ist entschlossen - und glaubt bei seiner fünften Turnier-Teilnahme an den Coup: "Wir haben jetzt eine Mannschaft, die das schaffen kann."
Der Vizekapitän weiß, wovon er spricht, immerhin hat er die jüngste Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft zu einem der besten Teams der Welt miterlebt wie kaum ein anderer. Als 19-Jähriger war er dabei, als die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der EM in Portugal in der Vorrunde scheiterte, "aber inzwischen sind wir schon relativ nah dran an der Qualität von Spanien."
Natürlich müsse man "einen guten Tag erwischen", um gegen den Weltmeister zu bestehen, zudem "müssen wir einige Dinge noch verfeinern", sagt der Mittelfeldspieler. Schweinsteiger ist aber weit weg davon, die Dinge zu beschönigen. Der 27-Jährige wirkt, als habe er erkannt, welche Chance sich der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw im kommenden Jahr eröffnet. Die Mischung aus Titelhunger und Bescheidenheit soll der jungen DFB-Elf endlich diesen lang ersehnten Titel bringen.
"Wir haben jetzt drei Turniere gespielt und waren immer relativ nah dran. Es ist verständlich, dass in Deutschland die Erwartungshaltung hoch ist", sagt Schweinsteiger. Das sei berechtigt, aber die Euphorie könne auch zu viel Druck entstehen lassen. "Ich versuche, da ein bisschen Gas rauszunehmen."
Ausruhen auf den jüngsten Erfolgen in der Qualifikation für das Turnier in Polen und der Ukraine darf sich die Mannschaft keineswegs. "Es gibt in unserem Spiel noch Situationen, wo wir noch nicht schnell genug umschalten. Wir könnten noch mehr Druck auf den Gegner erzeugen." Bisher fehlt dem deutschen Spiel die Variabilität, das perfekte Einstellen auf die Spielweise des Gegners: "Gegen England und Argentinien hat das gereicht - aber eben nicht gegen Spanien." Experimente wie beim letzten Test des Jahres gegen die Ukraine (3:3) heißt Schweinsteiger daher für gut.
Zumal auch der Titelhunger der spanischen Superstars nach wie vor ungebrochen sei. "Die haben diese Mentalität", so Schweinsteiger, zudem "hohe Spielintelligenz und eine Riesen-Erfahrung". Dass sich die deutsche Mannschaft in den letzten Jahren weg von den traditionellen Tugenden Kraft, Athletik und Ausdauer hin zu technischer Raffinesse und Spielwitz entwickelt hat, kann Schweinsteiger allerdings gar nicht bestätigen. "Für den deutschen Fußballer ist das einfach die Grundvoraussetzung", das merke man schon im Training der Jugendmannschaften.
In der Haut des Bundestrainers möchte Schweinsteiger in den kommenden Monaten nicht stecken. "Es wird für ihn schwer genug, die elf Besten aufzustellen. Aber das spricht für den deutschen Fußball." Sogar die deutsche B-Elf könnte bei der EURO eine Rolle spielen: "Davon bin ich überzeugt."
Lediglich einen guten Tipp gibt Schweinsteiger seinem Trainer. Obwohl sein eigener Aufstieg zum Regisseur wohl durch den Abgang von Michael Ballack begünstigt wurde, stellt er sich im Streit mit Löw auf die Seite des ehemaligen Capitano. "Normalerweise wäre Ballack bei der WM 2010 Kapitän gewesen, und nur durch ein Foul wurde ihm alles genommen - das ist nicht so einfach zu verkraften", sagte Schweinsteiger. Ein Treffen zwischen Löw und Ballack "macht daher Sinn".
Genauso wie eine weitere Begegnung mit Angela Merkel. Dass Schweinsteiger der Liebling der Bundeskanzlerin ist, will er bisher zwar noch nicht bemerkt haben: "Aber ich mag sie, weil sie eine total sympathische Frau ist." Auf einen weiteren Kabinenbesuch Merkels freut sich Schweinsteiger daher schon - am liebsten nach seinem Traumfinale: "Deutschland gegen die Niederlande - da wäre richtig Brisanz drin."
Die DFB-Elf quartiert sich im Dwor Oliwski in Danzig ein. t-online.de macht den Hotel-Check. zum Video
Quelle: dapd
tomd schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 20:02:17
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du bist
@Espaniol
DU bist ja nen Fußballkenner?
Schau mal in Spananien nach wieviele gute Spanier in der Liga spielen, oder noch besser in
England wieviele Engländer!
Wie war das noch bei Real ich bin ja so verschuldet Madrid, sind da nicht ein Özil und ein Khedira?
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Kieler schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 20:00:52
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Schweinsteiger
Warum soll sich der Schweinsteiger nicht über den Besuch von Frau Merkel freuen, Der Fussballmillionär hat ja auch nicht
unter den Regierungsbeschlüssen die da verabschiedet werden zu leiden und außerdem wird Frau Merkel von solchen Typen mit Sicherheit auch immer wieder gewählt.
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Franz schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 20:00:49
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tobi schrieb:
Wir können das sagen aber du mit deinem Stopselklub nicht und das ist was dich ÄRGERT, gelllle , würde mir auch stinken bääääääh
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